Schritt für Schritt in einen sauberen Sommer

  1. Putzplan: Schnappen sie sich Eimer und Bürste, und sorgen sie für neuen Glanz in Ihrer Wohnung. Doch nehmen sie sich nicht zu viel auf einmal vor, setzen sie sich realistische Ziele. Thema Fenster: Knöpfen sie sich zuerst die Läden vor und erst am nächsten Tag die Scheiben. Diese wiederum sollten sie nicht bei direkter Sonneneinstrahlung bearbeiten, weil sonst die Gefahr für Streifenbildung grösser ist. Erstellen sie einen Plan, der Zeit spart und Nerven schont.
  2. Durchblick: Damit die Frühlingssonne bald Ihr ganzes Haus mit Licht durchflutet, waschen sie am besten alle Vorhänge. Sofern diese nicht in die Reinigung gebracht werden müssen, befreit Ihre Waschmaschine sie vom Grauschleier. Wenn sie anschliessend die Vorhänge direkt aufhängen zum trocknen, beseitigen sie die Falten die beim Waschen entstandenen falten.
  3. Versteckter Dreck: Denken sie an versteckten Schmutz an Stellen, die im vergangenen Jahr nie einer Reinigung unterzogen wurden. Säubern sie Lampen, Heizkörper (besonders auf der Rückseite), putzen sie das Innere von Schränken, deren Oberseite und ruhig auch einmal Ihre Waschmaschine (das Fach fürs Waschpulver, Flusensieb und Abdichtungen).
  4. Entsorgen: Nutzen sie den Putztag oder das geplante Wochenende dafür, einmal wieder richtig auszumisten und für Platz im Küchenschrank oder Kellerabteil zu sorgen. Seien sie ehrlich zu sich selbst, und fragen sie sich: «Was brauche ich wirklich, was möchte ich verschenken, was lässt sich noch zu etwas Geld machen, und was gilt es sicherlich zu entsorgen?» Für das Ausmisten Ihres Kleiderschranks planen sie am besten einen zusätzlichen Tag ein. Auch für Reinigungsaktionen gilt: Der Weg ist das Ziel. Dabei ist es hilfreich, eine vernünftige Route abzustecken, um Pannen und Frust zu vermeiden
  1. Wasser statt Chemie: In manchem Haushalt wird sich neben Putzutensilien über längere Zeit auch eine grosse Bandbreite an Reinigungsmitteln ansammeln. Für jede Oberfläche steht ein Spezialreiniger, je nach Geschmack mit originellem Duft versehen. Laut Felix Pfister, Geschäftsführer des Öko-­Reinigungsservice in Zürich, sind die meisten davon allerdings lediglich gezielt und bloss mit Bedacht zu benutzen. Seiner Meinung nach sind mehr als 90 Prozent des Schmutzes, der sich im Haushalt ansammelt, einfach wasserlöslich.
  2. Fieser Kalk: Bei zwei Arten von Schmutz sind aber nach Expertenmeinung Spezialmittel unabdingbar: So bei Kalk, der sich kaum ohne den Einsatz einer chemischen Substanz lösen lässt. Nach den Hausmitteln Essig oder Zitronensäure zu greifen, davon sollte aber abgesehen werden, da beide Flüssigkeiten einen hohen Säuregrad aufweisen und Oberflächen auf Dauer beschädigen können. Ein milder Sanitärreiniger, der chemisch abbaubar ist, erfüllt den Reinigungszweck genauso gut.
  3. Vorrang für die Mikrofaser: Die zweite Sorte hartnäckiger schmutz ist fett, das sich an diversen stellen in der Küche, so im Dampfabzug, ansammeln kann. Auch in diesem Fall kann der schmutz mit alkalischen Lösungsmitteln entfernt werden. Diese sollten dabei ganz gezielt eingesetzt und nicht auf allen Oberflächen angewendet werden, weil sie diese ebenfalls dauerhaft beschädigen können oder matt werden lassen. Bei Fettverschmutzungen kann der Einsatz von Mikrofasertextilien sogar in den meisten Fällen alkalische Produkte ersetzen, da die Mikrofaser ähnlich wie seife funktioniert und schmutz löst.
  4. Porige Flächen Als ideales Utensil zur Flächenreinigung empfiehlt der Experte grundsätzlich Tücher aus Mikrofaser. Deren feine Kunststofffasern können schmutz aus den kleinsten Poren entfernen. So brauchen die Flächen lediglich mit klarem Wasser befeuchtet zu werden, so dass sich der schmutz lösen kann. Dieser wird dann mit einem Mikrofasertuch oder einem Handpad (statt eines herkömmlichen Putzschwamms) abgetragen. Danach kann die Fläche mit einem trockenen Mikrofasertuch streifen-frei abgetrocknet werden.
  5. Spuren-beseitigen: Beim Benutzen von Reinigungsmitteln und seifen jeglicher Art rät Pfister, zu beachten, dass sie nach der Anwendung wieder gründlich von der jeweiligen Oberfläche entfernt werden sollen. Sonst verbleiben Seifenrückstände in den Poren der Oberfläche. Das heisst: die Flächen mehrmals mit klarem Wasser abwischen und den verwendeten Lappen jeweils gut ausspülen.
  6. Profis einspannen Bei aufwendigen Arbeiten wie dem Aufschäumen von Teppichen oder dem Einsetzen von Hochdruckreinigern gibt der Experte zu bedenken, dass erfahrungsgemäss die Handhabung mit entsprechendem Equipment besser einem professionellen Reinigungsdienst überlassen wird (ökologische pflege bei Lässer in Dübendorf: ab 22 fr. pro Quadratmeter; Spannteppiche ab 12 Franken).

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